Grav-Module auf der Arborea

Ein Pretech-Schiff im Asteroidengürtel eines Planeten bot Aussicht auf diverse Artefakte, allen voran Grav-Module, die für die Konstruktion der Tranquility von Vorteil sein würden. Um diese Module sicherzustellen hatte sich eine Crew bestehend aus Kaya Callasar, Nyree Harris, Nick Webber, Jordan Bowhay und Mr. Valentine zusammengetan.

Nach einem kurzen Flug mit einem Orbit-Shuttle seid ihr jetzt in einem Büroraum. Ihr sitzt auf bequemen Stühlen. Vor euch steht ein Schreibtisch, dahinter steht Ruolan Zhang, Leitering des Expeditionskorps.

Ich freue mich, dass Sie sich freiwillig für die Mission gemeldet haben, Gravitationsmodule von diesem alten Mandatsraumschiff zu bergen. Hören Sie, unsere Sensoren haben aus der Distanz nicht viel ermitteln können. Deswegen wollten wir eine Mission dorthin gleich mit dem Ziel verbinden, etwas mitzubringen. Aus unseren Unterlagen wissen wir, dass solche Schiffe immer mit Modulen für künstliche Schwerkraft ausgestattet sind. Unter Umständen finden sie auch noch mehr, Hauptsache Sie liefern uns eine Zustandbeschreibung des Schiffs. Ihnen wird ein Schiff der Companion-Klasse zur Verfügung gestellt. Sein Treibstoff wird Sie dorthin bringen und wieder zurück. Außerdem sollten Sie nicht zu lange trödeln. Das Companion hat Sauerstoffreserven für gut 7 Tage. Knapp 6 Tage benötigen sie für Hin- und Rückflug. Sie können sich ja selbst ausrechnen, wie viel Zeit ihnen dann dort bleibt. Außerdem erhalten sie zwei Drohnen, die sie über die Kontrollen des Companion steuern können, um Grav-Module abzubauen. Die Drohnen werden sie dann an der Transportvorrichtung des Companion befestigen. Da das Schiff vermutlich ohne Atmosphäre sein wird, finden sie auf dem Companion 6 Raumanzüge. Sie starten in 3 Stunden. Noch Fragen?

Das Briefing zur Mission erfolgte an Bord der Orbitalwerft der Tranquility. In einem Besprechungsraum wurde die versammelte Mannschaft von Ruolan Zhang in Empfang genommen. Es stellte sich heraus, dass keine genauen Vorort-Daten des fraglichen Pretech-Wracks vorlagen. Zur Bergung der Grav- Module wurden der Mannschaft ein Raumschiff der Companion-Klasse sowie sechs Raumanzüge und zwei Drohnen und Treibstoff sowie Vorräte für eine Woche zur Verfügung gestellt.

Die Gruppe entschloss sich, sofort aufzubrechen und hob mit Nyree als Pilotin ab. Die Reise zum Wrack wäre an sich recht ereignislos verlaufen, wenn Jordan nicht von Nick die Beute aus dem letzten Auftrag ausgehändigt bekommen hätte. Der unscheinbare kleine Metallkasten entpuppte sich als Companion K.I. namens Lactodurum. Nach einiger Befragung seitens der versammelten Anwesenden stellte sich die vorlaute künstliche Intelligenz als eine Artillerie-K.I. aus Pretech-Zeiten heraus (oder besser gesagt vor). Da die Verlässlichkeit der K.I. in Frage stand, entschied sich Jordan, ihrer Bitte um Zugang zu den Schiffsdatenbanken nicht nachzukommen.

Ihr nähert euch dem Schiff. Ein langer Stab, hinten und in der Mitte eine Verdickung, an der Spitze eine große Kugel. Zwischen der mittleren Verdickung und der Spitze gibt es einen Torus. Das ganze Gebilde ist riesig und offensichtlich beschädigt. Die Kugel – es wirkt so, als stecke ein Stein tief drinnen, nur dass das eben ein kleiner Asteroid ist. Überall um das Schiff herum schweben Gesteinstrümmer. Zwischen den Gesteinstrümmern könnt ihr ein kleines Shuttle ausmachen.

Am Schiffswrack angekommen musste die Gruppe erkennen, dass sie nicht die Ersten waren, die versucht hatten, sich dem Wrack anzunähern. Ein weiteres Shuttle trieb manövrierunfähig und schwer beschädigt im Asteroidengürtel. Es handelte sich eindeutig um einen Scout der Tranquility-Mission, wie eine genauere Untersuchung durch die Drohnen bestätigte. Da eine weitere Annäherung zu riskant war, entschied sich die Gruppe dem ursprünglichen Plan zu folgen und das Schiffswrack anzufliegen. Als Landestelle wurde der Kugelförmige Bug des uralten Wracks ausgewählt. Die Einschlagsstelle eines großen Asteroiden hatte dort eine ausreichende Landestelle für das Bus-große Shuttle geschaffen.

Durch die zerborstene Kuppel könnt ihr in eine große Halle schauen. Darin stehen Bäume – oder vielmehr ihre Überreste. Bröselige Überreste, getötet und konserviert von der Kälte des Weltraums. Alles ist grau in grau. Am Boden könnt ihr einge heruntergefallene Trümmer erkennen.

Zum Glück wurde eine Drohne als Scout vorgeschickt. So zeigte sich, dass in der Kugel künstliche Schwerkraft herrschte, eine Tatsache, die die Landung zu einer holprigen Angelegenheit machen könnte. Diese Sorge war jedoch unbegründet, denn Nyree landete die Fähre souverän. Der Landeplatz entpuppte sich al eine Art mumifizierter, künstlicher Wald. Während Nyree entschied, zur Sicherheit im Shuttle zu warten, zog der Rest der Gruppe aus, um das Schiff weiter zu erkunden. Erstes Hindernis war eine alte Luftschleuse. Sie ließ sich zwar öffnen, verklemmte sich jedoch hinter Kaya, Nick, Jordan und Mr. Valentine. Kaya und Jordan beschlossen, auf dieser Ebene das Schiff zu erkunden. Währenddessen stiegen Mr. Valentine und Nick in tiefere Ebenen des Schiffsbauches hinab, um dort die Erkundung fortzusetzen.

Das Schott öffnet sich, euch erreicht relativ frische Luft und ihr schaut auf einen Wald. Der ist etwas anders, aber nicht ganz unvertraut. Dort stehen dicke Stämme, Nadel- und Laubbäume. Vögel zwitschern, im Unterholz raschelt es.

Kaya und Jordan entdeckten hinter den Luftschleusen weitere künstliche Ökosysteme, die zudem noch vollkommen intakt waren. Selbst Spuren von kleinen Tieren und Vögeln konnten sie entdecken. Währenddessen durchkämmten Nick und Mr. Valentine eine Vielzahl an Büroräumen und Laboren. Mr. Valentine konnte dabei einige Pretech-Artefakte sichern, darunter eine altertümliche Strahlenpistole und eine Art Schockstab. Eine Auswertung der hiesigen Computerterminals durch Nick identifizierte einen auffälligen Raum im Bug.

Mr. Valentine und Nick gaben der restlichen Crew Bescheid und man beschloss sich dort zu treffen. Jordan machte unterwegs einen kleine Erkundungstour durch die Büroräume.Dabei fand er neben Pretech-Artefakten mehrere Leichen in fortgeschrittenen Verwesungsstadien. Obwohl sie wohl schon seit mehreren Jahrhunderten tot waren, zeigten alle Körper immer noch Anzeichen schwerer Traumata. Währenddessen untersuchte der Rest der Gruppe den fraglichen Raum. Er entpuppte sich als eine Art Lagerraum. Verrostete Käfige enthielten eindeutig die Überreste menschlicher Skelette.

Vor euch mal wieder eine Terminalstation. Inzwischen scheinen die meisten Systeme hochgefahren, denn die Anzeigen auf den Bildschirmen verändern sich. Anders als in den sonstigen Räumen ist hier ein Eck belegt mit einer Metallkonstruktion auf 8 drei Meter langen Röhren. Während ihr noch zögert, in welche Richtung ihr eure Aufmerksamkeit lenken wollt, verändert sich eure Geräuschkulisse und gleichzeitig leuchtet ein großer Hinweis “Fehlfunktion” auf den meisten Monitoren auf. Unerwartet hört ihr eine Frauenstimme in euren Helmen: “Darf ich euch etwas fragen?”

In diesem Augenblick begannen alle Anzeigen in dem Raum eine Warnmeldung auszugeben. Die Systeme des Schiffs begannen sich zu überlasten. Rasch schloss Jordan zu der restlichen Gruppe auf. Gerade als diese die Warnung genauer analysieren wollte, meldete sich eine Stimme über ihr Interkom: Amethyst. Die fast kindlich wirkende Entität stellte sich als Historiker vor, die den Sektor untersuchte. Auf die Frage, WAS Amethyst genau sei, kam nur die Antwort, dass es zur Art der ‚Krieger‘ gehöre. Die Gruppe nahm sich Zeit, Amethyst genauer zu befragen, musste jedoch dafür an Ort und Stelle verweilen, um das Signal zu Amethyst nicht zu verlieren. Das Gespräch enthüllte mehrere beunruhigende Fakten. Amethyst schien in der Lage zu sein, auf Informationen technischer Geräte ohne Probleme zugreifen zu können. Aus den Schiffssystemen hatte es erfahren, dass das Wrack, die Arborea, ein Forschungsschiff aus den Zeiten vor dem Schrei vor rund 800 Jahren war. Die Hauptmission der Arborea war die Ansiedlung einer künstlich erschaffenen Menschrasse, der Mri, auf diversen Planeten in diesem Sektor. Allerdings schien der Schrei das Ende dieser Forschungsmission besiegelt zu haben.

Bei weiterer Befragung stellte sich heraus, dass Amethyst darüber hinaus ausgezeichnete Kenntnisse über die alten Sprungpfade in diesem Sektor verfügte. Und es war nicht das einzige Wesen seiner Art in diesem Sektor. Anscheinend befand sich ein weiterer Vertreter seiner Spezies namens Roberta direkt auf GNAO. Des weiteren enthüllte Amethyst, dass das GNAO-System noch einen weiteren Planeten umfassen solle, einen Himmelskörper namens Elrone. Dieser den restlichen Anwesenden vollkommen unbekannte Planet solle sogar eine ganze Flotte beherbergen.

Amethyst bat die einzelnen darum, ihr mehr Informationen über diesen Sektor zu beschaffen und diese Bitte auch an die Leitung des Tranquility-Projektes zu übermitteln. Es könne in der Nähe dieses Ortes wieder angetroffen werden. Man solle ausrichten ‚die Krieger kommen‘. Beim Abschied stellte sich Amethyst als die metallene, spinnenartige Plattform heraus, den die Anwesenden die ganze Zeit für eine Art Schiffsdrohne gehalten hatten. Sie winkte ihnen zum Abschied mit einer ihrer langen Metallstelzen zu.

Durch die Informationen von Amethyst konnte in der Mitte des Schiffes ein Dock identifiziert werden. Nyree nutzte diese Gelegenheit sofort um das Schiff aus der Kuppel Richtung Hangar zu fliegen. Währenddessen begab sich der Rest zur hinteren Antriebssektion des Schiffes.

Ihr betretet eine große Halle. Hier ist das Herz der Technik. Offensichtlich. In der Notfallbeleuchtung wirkt alles etwas gelblich. Alle Gegenstände sind etwa hüfthoch gelb angemalt. Mehrere “Gänge” führen durch den Raum hindurch zwischen erhabenen Inseln. Auf diesen Inseln steht allerlei Gerät: meistens Tanks, Drucktanks, Schaltzentralen oder Mini-Rechenzentren. Zwei Dinge schießen euch sofort in den Kopf. Die meisten Dinge wirken ungewohnt, wie aus einer anderen Zeit. Am gegenüberliegenden Ende scheint der Quell allen Übels zu sein. Dort liegen mehrere der Fässer umgekippt auf dem Boden, Rohre und Schläuche hängen lose in der Luft und es gibt offensichtlich Funkenschlag.

Dort schaffte es Kaya die Fehlerkaskade, die inzwischen drohte, die Grav-Module irreparabel zu beschädigen, aufzuhalten. Das geschah jedoch auf Kosten des Arboretums. Nur indem die Bäume dem Vakuum des Weltalls ausgesetzt wurden, war ein Abkoppeln der Module möglich, eine Entscheidung, die die Gruppe einvernehmlich traf.

Letztendlich gelang es allen Beteiligten, die Module mit Hilfe der Drohnen zu bergen und eine saftige Belohnung für die Module einzustreichen. Was Sie allerdings mit ihren neu gewonnen Wissen anstellen sollten, war noch nicht endgültig geklärt. Wie schon häufig traft ihr euch nach Feierabend im Noisy Corner.

NPCs

Amethyst

Amethyst

Spinnenartiger Roboter

Ruolan Zhang

Ruolan Zhang

schlank, asiatisch, stets im Kostüm, gedeckte Farben